Rückblick
St. Martin 2011

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Kindern Mitgefühl und Großzügigkeit nahe zu bringen und in ihnen ein lebendiges Bild des heiligen Martin wach zu rufen, ist jedes Jahr das hehre Ziel der Laternenumzüge. So feierte nun auch erneut der Waldkindergarten Grafenaschau mit besinnlichen Liedern und zahlreichen Laternen den St. Martins Tag zusammen mit Kindern, Eltern, Freunden und Erziehern. Bereits Tage zuvor hatten die Kleinen ihre Laternen im Kindergarten gebastelt und fieberten dem Lichtermeer und dem Abend, an dem sie länger aufbleiben durften, entgegen. Stolz wurden dann auch die Laternen hinter dem "echten" St. Martin, der auf seinem Pferd durchs Dorf ritt, getragen. An Schlögels "Stadl", hatten die Erzieherinnen aus genähten Spielpuppen, Wurzeln und diversen Fundstücken liebevoll eine Landschaft gebaut, die mit einem Puppenspiel zum Leben erweckt wurde. Anschließend wurden die von den Eltern gebackenen Martinsgänse an die Kinder verteilt und man traf sich bei Würsteln und Punsch.



Das Martinsfest im November fällt in eine besondere Zeit des Jahreszeitenwechsels, gibt es doch kaum in der Natur so viel zu beobachten wie jetzt. Die Tage im Kindergarten sind aufregend, ausgefüllt und eigentlich immer zu kurz. Es ist gerade noch warm genug, um an die Lahne zu gehen, aber manchmal wärmt auch bereits ein warmes Essen angenehm und lässt alle näher zusammenrücken. Die Früchte im Wald bieten unendlich viel Bastelmaterial, die Blätter laden zum wilden Toben ein und Reisighütten wollen schließlich auch noch gebaut werden. Im Wald ist noch Platz und Zeit für das kindliche Spiel, das keine Förderung der Welt ersetzen könnte und kleine Hände Erkenntnisse erfahren lässt, über die große Leute erst schlaue Bücher schreiben mussten. Hier lernen Kinder, ihre Umgebung aktiv zu gestalten und selbstgesetzte Ziele zu verfolgen. Denn Wissen, das mit Freude, Glück und dem erdigen Geruch von Moos verknüpft ist, holt sich jeder Mensch gerne wieder ins Gedächtnis zurück.